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Cornwall 2026

Roadtrip, andersherum

Heute machen wir einen Urlaubsroadtrip aber andersherum. Wir fahren die 450 km, die wir sonst in 5 Tagen mit Zwischenstopps schaffen, an einem Tag. Dafür bleiben wir am Ziel die 5 Tage.

Die Sonne beleuchtet den Bus und eine kleine Palme wiegt sich im Wind

Die Nacht endet ein wenig unausgeschlafen, obwohl es auf diesem französischen Bauernhof ruhig ist. Liegt vielleicht daran, dass der Fahrer sich rumwälzt, weil er Sorge hat, den Wecker nicht zu hören, dann würde man die Fähre verpassen und man würde nicht rechtzeitig in Cornwall ankommen. Alles klappt, das Reiseteam startet wie geplant. Nach kurzem durchwischen des Apartments geht es mit einem Winke, winke mit den Gastgebern los.

Wir kommen dieses Mal von einer anderen Seite zum Hafen in Calais. Zur Orientierung fahren wir im Kreis und müssen einmal drehen, dann stehen wir aber am Terminal von Irish Ferries und checken ein.

Bevor wir zum Kontrollhäuschen des Zolls fahren, werden wir von einem Fußgänger angesprochen, ob er mit uns mitfahren könnte, da seine Fähre erst am Nachmittag ablegen würde. Ganz so mutig sind wir dann doch nicht und fahren alleine weiter. Als wir feststellen, dass die EU-Außengrenze nun nicht mehr von einem französischen Grenzbeamten, sondern von einem etwas mürrischen Frontex-Beamten kontrolliert wird, glauben wir, es war die richtige Entscheidung – Um zwei Kurven weiter empfängt uns nun ein freundlicher und fröhlicher britischer Grenzbeamter. Nach ein wenig Smalltalk sind die Pässe mit den digital hinterlegten Personendaten abgeglichen und wir dürfen auf die Fähre. Andere Fahrzeuge werden rausgewunken und durch einen Scanner geschickt. Wie am Flughafen, nur größer.

Wartereihe L904, nur ein Fahrzeug vor uns
Einfahrt auf das unterste Fahrzeugdeck, gleich steht der Bus am Ende bzw. am Beginn
Parkplatz für die Überfahrt, kein Fahrzeug vor uns, herrlich

Wir steigen vom Unterdeck die Treppen hoch, machen es uns gemütlich. Alles ist mit Teppich ausgelegt und die Sitzmöbel haben Lounge-Charakter. Die Überfahrt schaukelt ein bisschen, aber nicht schlimm. Bald schon sehen wir die weißen Felsen von Dover. Ein wenig wie nach Hause kommen.

Blick auf die Kreidefelsen von Dover, die Sonne scheint

Von der Fähre runter, werden wir am Zoll einfach durchgewunken. Wir schauen noch auf das blaue Meer, sieht aus wie in der Karibik. Als wir aus dem Hafen raus sind sehen wir zum ersten Mal Wohnungen die in den Fels bei Dover, gebaut wurden. Die Autobahn ist voll und die heutige Etappe zieht sich. Ein Zwischenstopp zum Tanken und ein weiterer zum Starbucks-Kaffee trinken.

Stonehenge am Wegesrand

Wer hätte es gedacht. Wir wundern uns gerade noch über einen kleinen Stau und sehen es dann, die Steine von Stonehenge, einfach so im Vorbeifahren. Das sehen die anderen Autofahrer auch und machen bremsend Fotos. Deshalb der Stau, verrückt. Wir schießen auch ein paar Fotos von einem der größten Rätsel Großbritannien. Ist das auch erledigt. Ein Tages Ausflug hätte sich auch nicht wirklich gelohnt. Zu mindest von der Straße aus betrachtet.

Nach mehr als 5 Stunden Fahrzeit erreichen wir Cornwall und nach einer weiteren halben Stunde im Halbdunkeln unsere reservierte Unterkunft. Die befindet sich in einem umrestaurieten Milchkuhstall. richtig nice. Unsere Gastgeberin Debbie ist nicht da, deshalb werden wir von allen Mitbewohnern des Hofes begrüßt. Alle ehemaligen Gebäude werden nun als Wohnraum genutzt. Es scheint hier so etwas zu sein, dass wie ein Selbstversorgerhof funktioniert.

So sieht unsere Wohnzimmer für die nächsten 6 Tage aus

Das Häuschen bzw. der Ex-Stall sieht gemütlich aus. Es gibt viele Details zu erkunden. Deshalb, bleibt die Küche auch heute noch einmal kalt. Bevor uns das Jetlag ins Bett zieht, überlegen wir noch kurz was morgen zu tun ist. Wir müssen einkaufen. Wir sind ja diesmal ohne Dachzelt und somit viel mobiler.