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Cornwall 2026

Vor lauter Ruhe aufgewacht

Wer hätte es gedacht hier in Trekenner, einem Ortsteil von Launceston, ist es so ruhig, dass man von seinem eigenen Atmen wach wird. Wir haben also gut geschlafen und sind aufgrund von Zeitumstellung und Ruhe überrascht, dass der neue Tag schon begonnen hat.

Hier ist so ein Ort, wo man leben kann, wenn man nicht gefunden werden möchte. Ein wenig so wie in dem Roman „Der letzte seiner Art“ von Andreas Eschbach? So ist es hier. Nicht mit Geheimagenten, sondern mit Ruhe. Anders gesprochen, man hört die Regenwürmer husten.

Wir stehen also auf und werden frisch in der Essküche erwartet. Die ist ganz schön abgekühlt, nicht mehr so heimelig wie gestern Abend, als wir angekommen sind. Da war alles ja schon gewärmt und das Feuer im Kaminofen prasselte. Also die mobilen Radiatoren angeschlossen und das Feuer entfacht. Bald können wir frühstücken. Drinnen ist es nun alles hergerichtet, herrlich gemütlich und draußen ein regnerischer Wind. Leider hat die junge Dame eine leichte Erkältung von zu Hause mitgebracht. Sie ist etwas schlapp. Wir bleiben guter Dinge.

Blick durch die Wohnungstür auf den Bus

Da wir aber hier sind, um etwas zu sehen, packen wir nach dem Frühstück die Einkaufstaschen und die warmen Jacken ein und fahren los.

Blick aus dem Bus auf das blaue Tor vom Wohnzimmer, das liegt hinter dem Tor

Ja, in Großbritannien haben die Supermärkte auch Sonntags geöffnet. Aber nicht die kleinen süßen Lädchen.

Kreuzung in Launceston

Wir lernen im „Tesco“ unsere erste unfreundliche Britin kennen. Da der Fahrer älter wird, nicht mehr so gut hört und hier mit Dialekt gesprochen wird, versteht er die Frage der Kassieren leider nicht. Etwas angenervt fragt sie nun ganz langsam und deutlich ob wir eine Club-Smart-Karte haben. Dies müssen wir verneinen. In Gedanken füge ich noch hinzu, nein diese Club-Smart-Karte habe wir nicht, da man dafür einen Wohnsitz in Großbritannien braucht und diese Konditionen haben sich seit 5 Jahren nicht geändert. Wir wäre gerne Teil des Tesco-Clubs. Außerdem hat der Fahrer einen harten deutschen Akzent. Also danke der Nachfrage. Vielleicht hat die Kassiererin nur einen schlechten Tag. Bei dem Wetter und der Menge an Kunden sehr verständlich. Wir verstauen unseren Einkauf und fahren ins Stadtzentrum.

Bunte Häuser in Launceston

Wir finden einen versteckten Parkplatz. Mit 2 Meter Durchfahrtshöhe ein kleines Abenteuer. Die Ausfahrt führt nämlich durch ein Parkhaus, spannend. Dafür ist das Parken sonntags kostenlos. Ohne Kleingeld und schlechtem Internet hätten wir wieder fahren müssen. Gut das wir die AGBs gefunden haben.

Die Überreste von Launceston Castle

Wir erkunden zu Fuß den Ort und gruseln uns ein wenig. Das es ja Sonntag ist und viele Geschäfte geschlossen sind, wirkt es ein wenig wie ausgestorben oder eine Geisterstadt. Der Regen und der Wind tragen ihren Teil dazu bei.

Schiefes und schönes Haus mit blauen Fenstern in Launceston vom Markplatz aus gesehen
Das schiefe Haus von der Seite gesehen
Kleine feine Galerie in Launceston
Namensschild an der Eingangstür von
Familie Oliver in Launceston

Nachdem wir noch ein paar Halstabletten besorgt haben, fahren wir wieder zur Unterkunft. Hier ist es nun wirklich warm und gemütlich. Wir genießen den Tag mit Kaffee, Brötchen und etwas Süßem.

Blick bei Regen auf den Bus aus dem Küchenfenster
Ein eingeheizter Kaminofen, langsam wird es warm im Wohnzimmer

Zum Abendbrot gibt es Nudeln mit veganer Bolognese, lecker. Anschließend genießen wir den Abend, mit Getränken und Gemütlichkeit. Morgen soll es auch wieder Wetter geben, wir sind voller Tatendrang.