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Cornwall 2026

Mystik, Drama und Zauberei

Die Sonne lacht uns windig ins Gesicht . Heute werden wir ein wenig in der Geschichte Großbritanniens forschen. Es geht nach Heysham. Da sollen schon seit der Steinzeit Menschen gelebt haben.

Heute kann man dort noch die Überreste von einem mittelalterlichen Kloster bzw. Kirche mit Friedhof sehen. Die Kirche ist immer noch aktiv. Auch heute wird da Ostern gefeiert. Der Friedhof und die Küstenabschnitte, scheinen bei Touristen und Hundebesitzer gleichermaßen beliebt. Das Publikum ist auch hier ziemlich britisch. An der Kirche befindet sich, Zitat:

Dort befindet sich die einzige Kliffküste Lancashires mit Wald, Grasland, Sandstränden und tiefen Gezeitentümpeln auf engstem Raum.

Morecambe Bay, wenn man sich links drehen würde, würde man den Hafen und die Reaktoren vom Kernkraftwerk Heysham sehen

Wir schlendern mit den anderen Menschen mit und lassen uns von einem älteren Paar auf den Holzweg führen. Das Tor am Ende des Friedhofs ist zugemauert und wir müssen wieder umdrehen, damit wir zu unserem eigentlichen Highlight kommen.

Gruselig, aber in der Sonne nicht mystisch Steingräber aus dem Mittelalter

In den Felsen gehauene Gräber in den Ruinen der St.-Patrick-Kapelle nahe der St.-Peter-Kirche werden auf das 11. Jahrhundert datiert. Der Legende nach hat Sankt Patrick dort eine Kapelle begründet, die aber tatsächlich erst 300 Jahre nach seinem Tod erbaut wurde.

Der versierte Heavy Rock-Fan oder Hitster-Könner hat es sicherlich sofort erkannt. Diese Steingräber schmücken das Cover eines Best of Albums von 2005 der Band „ Black Sabbath“. Stellt Euch diese Gräber bei Dämmerung und schlechtem Wetter vor. Genau, das Dramatisch fehlt bei klarem Himmel und Sonnenschein. Leider können wir auch nicht zaubern, also gibt es für diese Attraktion nur einen von drei Sternen. Wenn es auf dem Weg liegt, lohnt es sich dort eine Pause zu machen. Man muss nur den Parkplatz bezahlen. Wir gehen noch durch den angrenzenden Stadtteil, der mal ein Fischerdorf war. Nett.

Das Hauptgebäude des „The Royal“ in Heysham
Britisches Fischerhäuschen, nachdem wir den Friedhof verlassen haben

Da wir noch genug Zeit haben, fahren wir jetzt nach Lancaster.

Parkplatz in Lancaster

Die Stadt gibt es auch schon sehr lange. Als bedeutende Hafenstadt hat sich wohl ein wenig Reichtum angesammelt, was man an vielen Gebäuden im Zentrum der Stadt sieht. Hafenstadt schon seit dem Mittelalter und im 18. Jahrhundert Wichtiges Zentrum für den Sklavenhandel mit den britische Überseegebieten. Das hat aber nur bedingt funktioniert. Die gut erhaltenen Gebäude von damals sind aber nett anzuschauen.

Der Burg-Eingang heute Museum, früher ein Gefängnis
Eine rote und eine grüne Holztüre, zwei Eingänge einer mittelalterlichen Doppelhaushälfte
Hausecke, very britisch und nostalgisch
Eine blaue Eingangstüre in einem sehr altem Haus

Da es schon weit nach Mittag ist, entscheiden wir uns für einen Imbiss mit Kaffee und Tee, anstatt das ehemalige Frauengefängnis zu besuchen. Hier waren auch nur Straftäter:innen der Stufe C inhaftiert. Keine Mörderinnen oder so. Im Teil der Männer wohl auch so. Im Kaffee ersteht die junge Dame einen erstklassigen „Matcha“. Sie freut sich sehr.

Mittagsimbiss im Burgkaffee mit Blick auf den Gefängnisinnenhof

Gestärkt schlendern wir noch an den restlichen und am Ostermontag geöffnet Geschäften vorbei und landen so in einer Buchhandlung und werden fündig bzw. der Fahrer. Anschließend geht es zum Bus und wir fahren weiter. Diesmal über Landstraße, auf dem Motorway ist Stau. Im Süden der Stadt fahren wir noch an der Universität vorbei, die laut Aushang zu einen der 10 Besten des Landes gehört. Bis wir am Haus angekommen sind, fahren wir noch den einen oder anderen Hügel herauf und wieder herunter, weichen diversen Schlaglöchern und verrutschen Straßenteilen aus. Die Fahrt war teilweise seltsam, um nicht zu sagen mystisch. Es fehlten an den großen Kreuzungen die Kreisverkehre. Man hat es mit Ampeln versucht, hat nicht funktioniert. Alle scheinen überfordert oder vielleicht sollte man nicht von sich auf andere schließen. Alles ist gut, wir sind im Ferienhaus angekommen und versuchen noch die Sonne zu genießen. Klappt kurz, ist sehr windig, so dass der Tee in der Tasse sofort Eistee wird. Morgen soll es aber fast 20 Grad werden. Also frische Lift wir kommen.

In einem Buchladen gefunden, so verbessert man lustig sein Englisch

(Man erzählt sich, solcher Humor ist wichtig für die Entwicklung junger Menschen)