Heute ist ein sonniger Tag mit einer leichten bis kräftigen Brise hier am Haus.
Heute wollen wir den Bus so wenig wie möglich bewegen, denn das machen wir lieber selbst. Vorerst müssen wir aber noch einmal zum Supermarkt und unsere Vorräte auffüllen. Das machen wir lieber vorher. Man stelle wir wandern heute mehrere Meilen und müssten anschließend noch einkaufen, geht nicht. Also fahren wir in den Ort und besuchen den lokalen Supermarkt. Anschließend einen weiteren. Hier werden schon mal Leckereien für zu Hause in Wuppertal besorgt. Was man hat, hat man.

Am Hause eine kurze Verschnaufpause und dann geht’s los. Wir bewältigen den schlechten Wirtschaftsweg und folgen kurz hinter der ersten Biegung der Beschilderung zum offiziellen Fußweg. So gehen wir durch einen Hohlweg, der rechts und links von Weiden, Steinmauern und Stechginster eingefasst wird. Wir sind wieder ein bisschen in die Zeit der Wegelagere und dunklen Kapuzengestalten zurückversetzt. Zum Glück scheint die Sonne und die Schafe Blöcken, so verloren wir nicht den Bezug zur Realität.

Wir kommen oben an und werden durch eine Wohnsiedlung geleitet. Wir lassen die Siedlung hinter uns, hier wird fleißig gebaggert und gelangen nach gut einer Meile zum nächsten offiziellen Fußwegschild. Wir klettern über eine kleine Steintreppe die ziemlich wackelt und landen auf einer grünen Weide.



Wir gehen weiter den Berg hinab und finden in der Talsohle an einem weiteren Gatter wieder einen Wegweiser. Noch über eine weitere Weide und dann geht es zurück. Leider finden wir keine weiteren Schilder, so dass wir einfach der Sonne nach über Weiden laufen, über Zäune klettern und über Sumpfwiesen stapfen müssen.





Wir schaffen es mit ein paar Schlammspritzen an der Hose wieder an der Abenteuertreppe anzukommen. Da sehen wir auf einmal aus dem Augenwinkel eine schwarze Wolke auf uns zukommen. Wir steigen zügig über das Mäuerchen und sind froh, dass wir nun auf der anderen Seite des Weidezauns stehen. Die Wolke ist nämlich keine Wolke, sondern eine Gruppe schwarzer Bullen, die neugierig und mit jugendlichen Leichtsinn über die Weide galoppieren. Nur ein kurzer Blick in unsere Richtung und sie sind hinter der Kuppe verschwunden. Die gefühlte Fachkunde des Fahrers im Low Stress Stockmannship hätte uns bei der wilden Horde auch nicht geholfen. Wir sind froh, dass alle Mitglieder so sportlich sind um die Flucht zu ergreifen. Wir setzten froh unsere Wanderung fort.

Wir erreichen unser Domizil noch so rechtzeitig, so dass wir noch den „Afternoon Tea“ auf der Terrasse einnehmen können. Wir verbringen noch einen herrlichen Nachmittag in der Sonne und mit der Gesellschaft der hauseigenen Katze. Die ist heute sehr schmusig und fordert tatsächlich mit einem Miauen die Streichel-Einheiten ein. Dem kommen Zweidrittel des Urlaubsteams gerne nach. Man versteht sich über die Sprachbarrieren hinweg. Langsam aber sicher verschwindet die Sonne hinterm Hügel und wir gehen hinein. Wir lassen die Terrassentür noch ein wenig auf, wegen der frischen Luft. Entspannt klingt der Tag aus.
