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Cornwall 2026

Letzter ruhiger Tag am Haus, mit Ausblick

Der vorletzte Morgen begrüßt uns mit Sonnenschein. Der Himmel ist heute zwischendurch aber betrübt und Regen fällt aus allen Wolken.

Bus in der Morgensonne, davor zwei Laufenten

Wie jeden Morgen begrüßen uns und den Bus die zwei Laufenten, wir nennen sie Run und DMC. Wir schimmeln in den Tag und kommen langsam in Schwung. Heute steht nur Supermarkt auf dem Programm. Wir lieben einfach das Einkaufen in britischen Supermärkten. Das Angebot ist das eine, aber viele Kassiereri;nnen scheinen die Kunden persönlich zu kennen. Man hält ein Schwätzchen oder amüsiert sich gemeinsam, wenn irgendjemand wieder ungeschickt ist, vielleicht auch über die Kleiderauswahl. Das können wir aber nicht beurteilen, wir beobachten aus der Ferne. So toll Selbstbedienungskassen sind, so schade ist es, wenn die Kassierer:innen irgendwann nicht mehr da sind. Hier ist halt nicht alles auf Effizienz ausgerichtet, sondern auf Höflichkeit. Wir bringen die gekauften Leckereien mit nach Hause.

Gedeckter Mittagstisch mit Nanbrot, Oliven und Humus
Die Tasche mit den Leckereien, von oben gesehen

Nun ist es Zeit für etwas Gemeinsamkeit. Die jungen Dame erspielt sich heute den Ehrentitel „Hip Hop Queen“. Sie hat nicht nur die meisten Karten, sondern auch die meisten Titel und Interpreten gewusst. Danach packen wir alle schonmal gedanklich die Taschen und Kisten, aktiv ist da nur gut ein Drittel des Teams. Der Regen verlässt uns und die Sonne scheint. Wir öffnen die Terassentüre und lasse die kalte Luft rein, ziemlich kühl.

Bus trocknet nach dem Regen in der Sonne
Bald hat die Pfingstrose geschafft, dann blüht mit voller Kraft
Dotty genießt die Nachmittagssonne auf gewärmten Steinen

Bevor wir uns alle unter Dusche frisch machen und unser Abendessen genießen, schellen wir bei unseren Vermietern bzw. neudeutsch Host und verabschieden uns. Wir plaudern ein wenig, erfahren nebenbei, dass man in England schon mit 17 den Führerschein hat und allein fahren darf und dass die Tochter des Hauses demnächst Tanz studieren möchte, wir sehen Parallelen. Es noch andere Häuser zu vermieten da sind. Da mit das alles geschafft wird ist man auf der Suche nach gutem Reinigungspersonal, interessant. Auch erfahren wir den Namen der Hauskatze, der lautet Dotty. Dotty ist Diabetikerin, braucht zweimal am Tag Medizin und ist verschmust. Es hat wohl auch Gäste geben, die keine Katzen mochten und Dotty dadurch sehr irritiert war. Wir verheimlichen, das der Fahrer kein proaktiver Tierkuschler ist. Wir verabschieden uns höflich und wünschen uns eine schöne Zeit. Ein Wiedersehen wird nicht ausgeschlossen, bei so tollen Mietern, ach wie nett. Wir gehen zurück in die warme Stube. Wind kommt auf.

Gedeckter Abendbrot-Tisch mit Freestyle Risotto-Bowl und britischer Limo, lecker.
Bus steht vor dem Sonnenuntergang

Langsam aber sicher wird es dunkel und wir machen es uns bequem mit der Option etwas früher ins Bett zu gehen. Morgen müssen wir quer durch Land und dann auch noch auf Festland übersetzen.