Heute haben wir noch einen ganzen Tag in Ruhe und beschaulich an einem See.
Also genießen wir das Aufstehen und das gemeinsame Frühstück. Danach bietet der Tag einige Möglichkeiten für uns. Wir können den ganzen Tag rumhängen, was aber keine so gute Idee ist. Wir sind ja hier in Schweden wegen der Natur, dann sollten wir auch die Möglichkeit des Freiluftlebens nutzen. Also, die erste Aktion ist in aller Ruhe im Halbschatten in den Büchern lesen. Die Sonne wärmt und wir schauen zwischendurch immer mal wieder auf den See. Der ist heute spiegelglatt. Man kann das eine oder andere Motorboot beobachten. Es gibt auch ein Hausboot was das nächste Ufer sucht, entspannend. Nach genug Gerhirnjogging, die festen Schuhe angezogen und wir spazieren los. Wir wollen auf den Spuren des Frykenleden/Fryksdalsleden wandeln. Den das scheint auch schon wieder ein Teil eines Pilgerweges zu sein.

Wir gehen über Asphalt vom Campingplatz weg und kommen an einer wilden aufgeschütteten Baustraße aus. Wir folgen weiter den Anweisungen des Internets und landen an einen Trampelpfad. Dem folgen wir und finden alsbald eine Orange Wegmarkierung, wir sind richtig. Pilgern scheint hier im Süden aber nicht so viele Menschen zu begeistern. Der Pfad ist maximal zwei Schuhe breit und führt durch kniehohes Gras.

Wir zittern ein wenig, da Zecken im allgemeinen in kniehohen Buschwerk und Gras lauern. Wir riskieren es und scheinen augenscheinlich viel Glück zu haben. Nach erster Kontrolle keine Plagegeister am Körper. Den ein Zurück ist nicht mehr möglich. Der Weg in den Wald ist kürzer als noch mal durchs Gras.


Ein Stück des Weges ist wie letzte Tage Beeren und Birken. Es geht weiter Richtung Golfplatz und dann über den Golfplatz. Um nicht von Golfbällen getroffen zu werden, es spielen echt ne Menge Menschen hier, müssen wir uns mit den Spieler:innen per Handzeichen verständigen. Ein weiters Risiko reduziert und nicht vom Golfball getroffen worden. Der Spaziergang geht weiter durch eine Ferienhaussiedlung und führt uns nach fast 5 Kilometern wieder zum Campingplatz.

Wir kochen schnell einen Kaffee und halten anschließend Fika. Die am Morgen gekauften Muffins schmecken wie gekauft. Man kann nicht immer Glück haben.

Da wir nicht wissen was uns die nächsten zwei Tage erwartet, nutzen wir noch einmal die Lage am See und gehen ans Wasser. Dem einen reicht es auf dem SUP über den See zu gleiten und eine andere ist so mutig und taucht in die kühlen Fluten des Sees. Die junge Dame ist echt furchtlos, toll.

Nach der Erfrischung machen wir uns noch ein paar Gedanken für die nächsten 2 Tage, bevor es dann tatsächlich schon wieder nach Hause geht. Es wird noch ein wenig über Schwedens Straßen gehen und eine kleine Sightseeingtour geben. Wir sind alle gespannt.
