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Schweden 2026

Auf der Straße dem Hafen in Göteborg entgegen

Heute startet ein ganz normaler Reisetag. Wir wachen auf, machen uns frisch und es gibt Frühstück.

Anschließend packen wir alles zusammen. Das funktioniert nach fast 3 Wochen selbstverständlich wie im Schlaf. Kurz überlegt welche Beinkleider es sein sollen und dann die lange und leichte Campinghose angelassen. Es weht ein leichter Wind über den Platz und wir frösteln.

Wir starten den Bus problemlos und reisen weiter nach Süden. Die Fahrtzeit wird ca. 3 Stunden betragen. Wir sind gut vorbereitet mit Wasser, Schnittchen und Campingtoilette. So fahren wir die E 45 lang. Das geht aber nicht geradlinig, sondern wir fahren oft ab, wechseln gefühlt mehrmals die Fahrtrichtung und landen zwischendurch mitten in kleineren Städtchen. Es ist keine durchgehende Autobahn, sondern eine Europastraße. Autobahnkilometer sind es gefühlt nur ein Drittel der 280 Gesamtkilometer. Den Fahrer und das Team freut es. So lässt sich nämlich entspannt Autofahren, keiner drückt von hinten oder schnibbelt einen, entspannt. Es ist eher so, dass der Bus für ein paar schwedische Autofahrer:innen zu schnell ist und er überholen muss. Funktioniert fast immer gelassen, außer am Berg, da braucht der Bus ein bisschen bis er aus dem Beschleunigungskeller kommt. Über die Kuppe und dann geht’s von selbst. Deshalb lieben wir das Reisen mit dem Bus. Jede Fahrt ist anders und muss geschickt gemeistert werden. Mit einem tollen Reiseteam kein Problem.

Schmetterling oder Tagfalter am Pausenparkplatz beobachtet

Mit ein paar Zwischenstopps wegen Lebensmittel, Kraftstoff, Pippi und Co kommen wir gegen 14.30 Uhr in Göteborg an. Göteborg ist eine echt große Stadt. Wir haben einen Campingplatz etwas außerhalb gewählt. Die Lage ist schön, in einem Wohnviertel und direkt an der Ostsee.

Der Bus auf unserem heutigen Stellplatz

Wir checken auf dem Campingplatz Liseberg Askim Strand Camping ein. Der Empfang ist professionell höflich. Da es hier etwas größer ist gibt es eine Service-Hotline die 24/7 erreichbar ist, falls nach 21.30 Ihr noch irgendwelche Probleme vorhanden sind. Das Publikum ist bunt gemischt und verschieden, aber man merkt die Nähe zum Fährhafen, am Spülbecken wird deutsch gesprochen.

Blick aufs Meer, Sandstrand und Pflanzen
Eine Möwe in seichtem Wasser am Strand

Wir nutzen den Sonnenschein und schlendern zum Strand und genießen ein letztes Mal Meeresluft und Wellenrauschen. Wie gefühlt überall hier Schweden liegt hier wenig bis gar kein Müll rum, es wirkt alles sehr aufgeräumt.

Block zurück auf den Campingplatz und im Hintergrund Ferienhäuschen. Wo ist der Bus?

Die Unordnung sieht man dann bei den Platznachbarn. Die sind nicht da, die Getränkebecher und der Müll stehen aber draußen. Der Inhalt des Beutels liegt, als wir vom Strand wiederkommen, schön über den Stellplatz verteilt. Da haben die Rabenvögel ganze Arbeit geleistet. Aber wir haben ja auch schon die eine oder andere Erfahrung mit Tieren im Vorzelt gemacht. Ich sage nur Dachs und Igel. Ach ja, das ist etwas traurig. Wenn man hier durch die „Wildnis“ fährt sieht man Rehe am Wegesrand oder die Straße kreuzen. Leider scheint der schwedische Dachs nicht so flott unterwegs zu sein, er liegt öfter vom Autoreifen gekennzeichnet am Wegesrand, traurig.

Steg mit Sitzgelegenheit am Ende gibt’s eine Leiter
Die Leiter am Ende des Weges

Wir genießen den sonnigen Abend bei einer Portion Pasta, diversen Kartenspielen und einem spannenden Treiben in der Nachbarschaft.

So nun ist der Tag für uns schon wieder um und wir liegen ein letztes Mal im Dachzelt. Es ist dunkel und es kommen noch immer Gäste an. Also hier ist keine Grundstille mehr, sondern ein Grundrauschen. Morgen geht es noch in die City und dann am späten Nachmittag auf die Fähre und dann sind wir voraussichtlich am Samstag wieder in Wuppertal. Mal schauen, was noch passiert, denn eine Seefahrt die ist lustig.