Geht heute voll früh los. Wir haben einiges vor.
Wir sind zeitig startklar und fahren, von dunklen Wolken und leichten Regen begleitet, los. Jedes Teammitglied hängt seinen Gedanken nach. Es scheinen alle gespannt sein, wie der Workaround zum Stadtzentrum Brüssel funktioniert. Also, die Ausnahmegenehmigung ist noch nicht erteilt worden, deshalb können wir nicht mit dem Bus ins Zentrum nach Brüssel. Wir erreichen nach gut einer Stunde den Bahnhof in Ruisbroek. Dort stellen wir den Bus gut gesichert auf einen P&R-Parkplatz. An einem Automaten kaufen wir die Fahrtickets, hin und zurück, für die S-Bahn. Die kommt nach 5 Minuten und bringt uns innerhalb von 16 Minuten zum Centraal in Brüssel. Das funktioniert reibungslos.

Als wir aus dem Bahnhofsgebäude heraustreten erwartet uns das bunte Treiben einer Großstadt. Es sind überall Gruppen mit jungen Menschen und Dosenbier zu sehen. Der Student stellt fest, Ersties-Woche. Prompt werden die beiden jungen Damen angesprochen und lassen sich für eine Ralley-Aufgabe digital verewigen. Dies passiert in ähnlicher Form anderen Teammitglieder im Laufe des Tages auch, dann allerdings für ein Schulprojekt. Die haben aber auch so nett gefragt. Junge Menschen muss man fördern.

Justizpalast von Brüssel, ist aktuell eingerüstet
Gut gelaunt kommen wir in der Hoogstraat an. In dieser Straße reiht sich ein Vintageladen an den nächsten Second-Hand-Klamotten-Shop. Dafür ist diese Straße bekannt. Die Klamotten werden hier kiloweise verkauft. Cooles Konzept. Es werden nicht alle fündig, aber fast alle.

Zwischen den Klamotten-Läden gibt’s auch ein paar Imbiss-Lokale und Plattenläden. Am Ende werden es 3 Plattenläden sein. Diese sind aber nur ein Bruchteil der Vinylszene in Brüssel. Die Auswahl ist riesig und man muss sich echt auskennen. Der Fahrer hat Glück und wird fündig. Er erweitert sein Portfolio mit einer Boogie-Scheibe und einer Promo Hip-Hop-Scheibe. Die hat er zusammen mit dem Studenten im Keller vom Plattenladen gefunden. Wirkt ein bisschen illegal. Passt ja zum Hip-Hop.


Einkaufen und schlendern macht hungrig. Wir suchen etwas Schnelles und Veganes. Im ersten Lokal ist die Küche leider schon geschlossen und wir ziehen weiter. Wir werden in einem Schnellimbiss mit arabischer Küche fündig. Ist echt lecker. Gut gestärkt gehen wir weiter. Es gibt so viel zu sehen.




Es ist unglaublich wie viele Wandbilder es hier in der Comic-Hauptstadt gibt. Leider schaffen wir nicht alle, dann hätten wir uns nichts anderes mehr vornehmen dürfen. Als wir endlich um die richtige Ecke biegen, kommen wir zum großen Marktplatz und werden von unzähligen Touristen ignoriert. Wie sind Teil der Masse.



Der späte Nachmittag ist gekommen und legt einen Mantel von dämmerigen Licht über die Stadt. Wir treiben noch durch die Königliche Sankt-Hubertus-Galerien. Die Passage ist groß und mächtig, nicht so heimelig wie in Cardiff, aber sehenswert.

Am Ende gelangen wir auf die Straße die uns zum Hauptbahnhof bringt. Dort fährt zeitnah unser Zug ab und bringt uns flott zum P&R-Platz. Der Bus ist noch da und wir können nach Hause fahren.

Wir haben es nicht geschafft uns alles anzusehen, was es so in Brüssel gibt. Den Plenarsaal des EU-Parlaments, den königlichen Palast, den botanischen Garten, das Atomium und viele weiterer Wandgemälde schauen wir uns deshalb beim nächsten Besuch an. Es steht ja noch die Ausnahmegenehmigung für den Bus aus. Die können wir dann in 68 Tagen für 5 Jahre nutzen. Also machen wir bestimmt nochmal einen Ausflug hier nach Brüssel.