So schön sehen Ferienhäuser im Land des Designs aus
Wir dachten wir stehen auf einem sehr gut erschlossenen Campingplatz, mit asphaltierten Wegen, modernen Sanitärgebäuden und ganz viel Zaun drumherum. Man muss hier schon ein Törchen öffnen, wenn man in die Natur will. Da gibt es dann Kartoffel-Rosen oder auch als Apfel-Rose bekannt, diverse Gräser, tierische Dünenbewohner, Möwe und vieles mehr. Man hat also ein Gefühl von Kontrolle. Doch wie es der Zufall will, hat die Natur uns gezeigt, dass sie einen ganz anderen Plan hat und Hunger.
Heute möchte ich erzählen, wie wir nach gefühlt mehreren Jahren endlich wieder mit Sack und Pack nach Skandinavien fahren, wie ich auf der Suche nach dem Mojo des Schreibens bin oder wie wir nach dem Besuch des Wattenmeeres zu Lästerschwestern wurden.
Ein Sinnbild für unsere Region. Malochende Kumpel(s) in Szene gesetzt
Nun ist es Ende Mai und der Sommer steht vor der Tür. Nach dem entäuschenden Versuch die Reisesaison mit einem Osterurlaub im Schwarzwald zu beginnen, haben meine Blume und ich zu zweit das Tor zum Sommer aufgestossen. Fast hätten wir das wieder schließen müssen. Es begann mit einer Herausforderung.
Ihr lest richtig, wir sind wieder unterwegs. Das heißt der Bus und die Sauerkrauts. Wir sind wieder zu dritt und wir hoffen bis nach den Ostertagen bleiben zu können. Der Frühjahrsurlaub ist traditionell an das Münstertal gebunden. Ein richtiger Clampingurlaub. Wir haben ein Badezimmer mit Fußbodenheizung. Hammer, mehr Luxus als zu Hause. Am Sonntag sind wir von unseren lieben Urlaubsnachbarn mit dem ganzen Kuchen, den das Lädele hergibt empfangen worden. Lecker, aber soviel haben wir nicht geschafft. Mit 7 Leute blieb noch eine „halbe Torte“ über. Den Rest haben wir heute, es ist Montag gegessen, zum Mittagessen.
Kuchen ist da!Gleicher Stellplatz wie vor JahrenIm coolen Abendlicht
Wie man sehen kann, Wetter tagsüber wieder vom Feinsten. Für den der mag auch kurze Hose. In der ersten Nacht war es leider nicht so, die Kälte kam in den Schlafsack gekrochen. Tatsächlich haben dem oder einen oder der anderen der Schlafanzug geschlottert. Wir haben es überlebt und hoffen die nächste Nacht wird kuscheliger. Noch sind meine Finger warm und ich kann tippen. Also heute kurz zu Fuß zum Supermarkt und anschließend zu Fuß zum Büdchen und leckere Schorle genossen. Vielleicht erinnert man sich, das Büdchen ist das gepflegte Gegenstück zur Trinkhalle. Man bekommt anstatt Curry-Pommes und einer Maurerglocke, halt eine Weißwein-Schorle und Flammkuchen. Das Ergebnis ist das gleiche, das Fahrrad bleibt stehen und man geht zu Fuß nach Hause. – Lustig und beschwingt. – Nach den leckeren Käsespätzle und einem kleinen Plausch am Staketenzaun ruft nun der Uhu zur Nachtruhe. Drückt die Daumen, dass wir nicht die neuen Ötzis werden.
Randnotiz: Wir sind nach ein paar turbulenten Tagen, aber das ist eine andere Geschichte, Sonntagmorgen negativ getestet losgefahren. Wir hoffen das bleibt so. Kontrolle heute Morgen war auch negativ. Wir sind guter Dinge, dass die frische Luft uns rettet. Corona ist nicht vorbei und greift um sich.