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Schweden 2026

Eins ganz normaler Tag hart am Wind

Leute was soll ich Euch heute erzählen? Nach den ersten Sonnenstrahlen lassen wir uns ein zweites Mal durch Kinderlärm wecken. Die sind halt immer schon früh wach, die kleinen Racker.

Das Frühstück findet draußen statt, deswegen campen wir ja. Es geht aber schon ein frischer Wind, der im Laufe des Tages immer stärker wird und erst gegen Abend kurz weniger wird und dann nach dem Sonnenuntergang wieder durchstartet.

Geöffneter Kofferraum in der Morgensonne

Heute ist der Tag der Bewegung, wir machen ja „Aktivurlaub“. Da es durch den Wind heute aber wirklich starke Wellen gibt, entscheiden wir uns gegen das SUP und ziehen uns wärmer an und gehen spazieren bzw. wir starten einen Versuch. Der Campingplatz ist so abgelegen, dass noch nicht einmal Wanderwege hier gibt. Wir müssen uns selber einen suchen.

Unser Spazierweg
Gerodetes Waldstück

Also folgen wir der Straße Richtung Stockholm und biegen nach gut einem Kilometer links auf einen Schotterweg ab. Dieser führt uns an verschiedenen Phasen eines Kiefernwaldes vorbei, bis wir in einer Ferienhaussiedlung landen. Hier gibt es die verschiedensten Häuserformem, Größen und Farben, es ist alles bunt gemischt.

Kleines Schwedenhäuschen in der Ferienhaussiedlung

Ein kleiner Stichweg führt uns zu einem kleinen Bootssteg, wo ein paar kleine Boote der Hausbesitzer ankern. Die Reparaturhütte ist nicht besetzt, deshalb setzen wir uns auf die Picknickbank und genießen Haferplätzchen. Auch hier geht ein steter Wind, so dass es ein wenig kippelig ist. Als es anfängt zu tropfen machen wir uns auf den Rückweg. Regenjacken haben wir nämlich nicht dabei, wegen des Gewichts. Denn die Rucksack tragende Person ist nicht mehr die jüngste Person und auch die Muskeln schwinden. Aber alles halb so schlimm, den es bleibt bei ein paar Tropfen.

Kleiner Jachthafen am Steg mit Sitzbank, Blick von der Sitzbank

Der Rückweg führt uns über die gleiche Straße wie auf dem Hinweg, nur dass sie jetzt die Straße des Todes ist. Keine Sorge uns ist nichts passiert. Es hat aber eine in limonen-gelb/grün schillernde Libelle erwischt. Es kommt jede Hilfe zu spät. Leider auch für die 200 m weiter auf dem Asphalt liegende Schlange, wir wissen nicht was für eine, aber dass das Tier überfahren wurde ist offensichtlich. Ich erspare Euch die Details, es ist aber kein schöner Anblick. Wir gehen weiter und kommen am Stellplatz an. Hier herrscht ein frischer Dauerwind und pustet uns weiter durch.

Weide eingefasst mit Bäumen, neben dem Weg

Mit ein paar warmen Getränken und Eiscreme wird es hügelig. Wir verleben die Zeit und genießen nun den Tag. Der Ausblick auf das Wasser ist einfach herrlich. Wenn man auf den durch das Wasser glatt polierten Granitfelsen steht, wird man langsam aber sicher ruhiger und ein wenig demütig. Die Felsen waren schon vor uns hier und werden auch noch nach uns hier sein. Was könnten die wohl für Geschichten erzählen. Wie toll – wir könnten ja ein Teil der Erzählung sein. Aber bis das verfilmt ist, erzählen wir halt ein bisschen.

Kleine Fika im Bus mit schwedischem Backbuch
Abendstimmung mit untergehender Sonne im Hintergrund und den besagten Felsen Vordergrund

Zum Abend hin ziehen wir uns in des Bus zurück und machen es uns noch gemütlicher. Noch geht es ohne Heizlüfter. Wir schauen mal was noch so kommt. Wir steuern hier langsam auf das Saisonende zu. Wir sind neugierig.