Wer das Abenteuer Stockholm und ÖPNV ein weiteres Mal in Schweden erleben will, muss früh aufstehen. Die Haltestelle ist nur 1 Minute Fußweg entfernt, aber der Bus fährt nur 3x zum S-Bahnhof. Also um kurz vor acht zu Haltestelle und dann ohne Frühstück los.
Der Umstieg in die „Pendeltåg“ klappt fast reibungslos. Der Servicemitarbeiter kommt recht zeitnahn vom Bahnsteig und schaltet unser Gruppenticket frei. Wir haben einen Zeitpuffer eingeplant. Pünktlich um kurz nach 9.00 Uhr erreichen wir unseren Bahnhof in Stockholm. Wir steigen aus und rollen aus dem Erdinneren nach oben ans Licht. Uns empfängt die Sonne und ein frischer Wind.



Wir befinden uns in einem Stadtteil, der hübsch anzuschauen ist und in der Nähe der U-Bahn ist. Kleiner Disclaimer, ist im Zentrum überall so. Wir sind auf der Suche nach unserm Frühstückslokal. Wir finden es nach einem kleinen Spaziergang. Das Angebot ist lecker. Die „Stora Bageriet“ scheint mehr als eine Filiale zu haben. Also aufpassen, dass man die richtige findet.

Nach dem Frühstück ergreifen wir den Plan U-BahnHaltestellen und schauen uns ein paar künstlerisch gestaltete U-Bahn-Stationen an. Die Auswahl ist handverlesen und aus dem Internet, ansonsten schafft man nichts und der Tag ist rum. Wir wollen aber noch ins Museum. Aber seht selbst, was alles so geht unter der Erde. Teilweise über 30 Meter tief.






Am späten Vormittag und ein paar beeindruckenden Stationen weiter, geht es an die Erdoberfläche. Wir müssen mit dem Bus zur Museumsinsel fahren, da die geplante U-Bahn-Station gesperrt ist. Der Bus ist so voll, wie der Schulbus morgens um 8.00 Uhr. Wir steigen hinten ein und zeigen nicht unser Ticket vor, ganz schön gewagt. Nach gut 15 Minuten stehen wir vor dem Eingang des Architektur und Design-Museum. Der Einlass ist kostenlos. Im Museum selbst gibt es verschiedene Themenräune, wovon ein, zwei eine Menge Vorstellungskraft und ein erweitertes Kunstverständnis verlangen, um einen Zugang zu den Installationen zu bekommen. Wir finden die Räume, welche verschieden Architekten, Künstler und Bauwerke vorstellen zugänglicher und für uns interessanter. Auf jeden Fall hat sich der Besuch gelohnt.




Nach der Mittagspause entscheiden wir uns dazu, den Stadtteil Södermalm zu besuchen. Zu Fuß ist es zu weit und mit dem Bus zu voll. Also nutzen wir als „moderne und aufgeschlossene“ Menschen das Scooter- und E-Bike-Angebot eines namenhaften Anbieters und nutzen die Dinger als Gruppe. Die Dinger sind hier in bestimmten Bereichen geordnet abgestellt. Sie stehen nicht so wild rum wie bei uns.

Wir sind ganz schön verwegen unterwegs, andere Menschen würden es vielleicht als ein wenig leichtsinnig bezeichnen. Ein E-Bike mit „Birkenstocks“ und ohne Helm durch die Baustellen der schwedischen Hauptstadt zu reiten, ist vielleicht nicht jeder Person zu empfehlen. – Andere Urlauber flanieren mit einem Tanktop und ohne Sonnenmilch über eine Strandpromenade. Das Leben als Urlauber:in ist halt einfach freier und konventionslos, herrlich.


Im eng bebauten Södermalm staut sich die Wärme und wir sind nach einen Tag Sightseeing erschöpft. So entscheiden wir uns am späteren Nachmittag zum Hauptbahnhof zu fahren, mit der U-Bahn. Man soll das Glück nicht herausfordern. Nach kurzem Wechsel auf das andere Gleis steigen wir in den richtigen Zug und sind nach ca. 1 Stunde wieder am Campingplatz. So ein Tag Sightseeing macht außerdem auch hungrig. Ihr wisst was nun passiert, Abendessen, spielen, bloggen, auf den Sonnenuntergang warten und dann ins Bett.

Es ist an der Zeit morgen diesen Campingplatz hier zu verlassen. Der Platz ist mittlerweile gut gefüllt und das Publikum wird herausfordernder. Die Grundstimmung ist nicht mehr ruhig. – Wir fahren weiter.