Eigentlich wachen wir ganz erholt auf. Auch die Nachbarn sind am Start. Die scheinen öfters zu feiern. Es herrscht Aufbruchstimmung.
Wir frühstücken mit Ruhe, aber mit der gebotenen Eile, da die heutige Etappe etwas länger dauert. Wir wollen in die Mitte, dass sind gut 3,5 Stunden Fahrtzeit von der Küste aus. Also Sachen zusammen gepackt. Mittlerweile mit der notwendigen Routine und Gelassenheit. Unser „Einpack-Gedächtnis“ ist wieder am Start und es funktioniert reibungslos.

Wir kommen nach gut 2 Stunden in der Provinz Dalarna an und uns zahlreiche Touristen bzw. Fahrzeuge entgegen. Wir folgen der Straße durch die waldreiche, hügelige Landschaft am Siljansee. Irgendwann biegen wir links ab und der Verkehr wird weniger.

in der schwedischen Provinz Dalarna
Wir werden durch größere Orte wie z. B. Leksand und die weiteren kleineren Orte am südwestlichen Ufer geleitet. Man könnte meinen wir wären in Bullerbü, ist aber nicht so, sondern optisch und gefühlt sind wir im Herzens Schwedens. Es gibt fast nur rote Holzhäuser.




Der See bleibt immer rechts von uns. Als auf dem Navi nur noch 3 km bis zum Ziel angezeigt werden, müssen wir links abbiegen und sind endlich auf einer geschotterten Zubringerstrasse. Uns wurde mal erzählt, für genauso Pisten ist das Fahrwerk vom Bus gebaut. Man würde sanft über den Schotter schaukeln. Leider ist der Schotter an manchen Stellen hart wie Beton und vor Kurzem mit einem Raupenfahrzeug befahren worden. Alles rappelt und schüttelt sich. Kurz vor der Ferienhaussiedlung haben wir wieder Asphalt. Wir sind save. Der Fahrer schaltet in den 1. Gang und der Bus fährt den Hügel zum Stellplatz hoch. Hier gibt es fast eine ganze Hand voll Camper, den Wald und den Wind. Herrlich ruhig.




Wir hören nur das Rascheln der Bäume im Wind und ein paar Kinder die Freude an ihrer Freiheit haben. Alles sehr beschaulich hier. Je nachdem wie wir den Stuhl stellen, haben wir Seeblick.


Zur Bettgehzeit gehen wir gemeinsam zum Duschhaus, was sehr ordentlich ist. Haus Nummer 8. Hier scheint auch noch eine Wohnung untergebracht zu sein. Hier oben gibt es noch ein Restaurant und ne Kaffeebude, vielleicht ein Aufenthaltsraum für Personal. Ist zu Fuß ein echt langer Weg ins Tal und im Winter scheint hier auch alles zugeschneit zu sein. – Nun ist es dunkel wir hören das Rauschen der Bäume sonst nichts, wir sind schon fast eingeschlafen.