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Schweden 2026

Die romantische Übernachtung oder die Preiselbeersafari

Stellt Euch vor Ihr liegt im Zelt und seid schon kurz eingenickt. Ihr werdet nochmal wach, weil die Person neben Euch sich umdreht. Es ist etwas eng hier oben, okay. Dann fängt es leicht an zu tröpfeln und Ihr werdet sanft von den Regentropfen auf das Zeltdach in den Schlaf hinüber geleitet, erholsam.

Nun ist es morgens, Ihr wacht auf und Ihr habt fast eine ganze Stunde länger geschlafen als auf den wilden Plätzen davor. Ihr krabbelt aus Eurem Schlafsack, die Morgenfrische kitzelt Euren nackten Füsse und Ihr klettert die Leiter hinunter. Nun öffnet Ihr das Vorzelt, Ihr blinzelt in die Sonne und Ihr wagt den Schritt an die frische Luft, mutig. Jetzt streicht der Wind über die Baumwipfel und weht Euch den Duft von Kiefernnadel rüber, lecker harzig. Zu guter Letzt seht Ihr, dass ein zuvorkommender Mensch das Kaffeewasser aufgesetzt hat und es allen lieben Menschen aus dem Reiseteam gut geht, liebevoll. So romantisch und friedvoll wacht der Fahrer heute Morgen auf, Schweden ist eine Reise wert.

Frühstück von der Sonne beleuchtet

Wir frühstücken im Freien und genießen die Ruhe der Natur um uns herum. Heute ziehen wir uns festes Schuhwerk an und wagen uns in die fast „natürliche“ Natur. Wir folgen dem gelben Wanderweg, der direkt hinter dem Bus beginnt. Also keine Anfahrt oder so, sondern direkt aktiv.

Wanderwegmarkierung, rot und gelb

Die Temperatur ist angenehm und der Schatten unter den Kiefern und Birken macht die Sonne erträglich. Der Weg geht über Stock und Stein. Unsere Schritte rascheln durch die verschiedenen Beeren, denn der Weg ist nur schmal und die Pflanzen bzw. die Natur holt sich alles wieder.

Blick auf den Bus vom Wanderweg aus

Uns erfreut die Ruhe und das Lichtspiel der Sonne im Blätterdach über uns. Unverhofft finden wir die Losung eines Vertreter:in der größten Hirschart hier in Europa. In 200 m Entfernung sehen wir auch etwas graues durch den Wald huschen, es ist nicht klar erkennbar. So nah am Elch war das jüngste Teammitglied, nach eigener Aussage, noch nie. Wir sind sehr wahrscheinlich zu laut oder riechen seltsam. Wir finden noch mehr solcher Haufen, das Tier bleibt aber verborgen.

Elchlosung auch von der Sonne beleuchtet
Sonne und Schatten im Wald
Teile des Waldes sind Birken

Was es aber in Hülle und Fülle zu sehen gibt, sind die hier heimischen Waldbeeren. Das sind Preiselbeeren, Heidelbeeren und Krähenbeeren. Alles wird hier gegessen und gibt es zubereitet im Supermarkt zu kaufen.

Preiselbeere 
(Vaccinium vitis-idaea)
Heidelbeere 
(Vaccinium myrtillus)
Schwarze Krähenbeere 
(Empetrum nigrum)

Nach einer weiteren Weile wird ein Teil des Weges zum Teil des Romboleden, ein Pilgerweg der in Schweden startet und in Trondheim in Norwegen endet. Da haben die im 11. Jahrhundert sich bestimmt die Füße wund gelaufen.

Wegmarkierung des Romboleden

Wir laufen weiter und werden über einen kleinen Umweg durch die Stuga-Siedlung wieder zum Campingplatz geleitet. In dieser Siedlung sind die Häuser teilweise schon im Jahr 1808 gebaut und stehen immer noch.

Zwei Dala-Pferde auf der Fensterbank einer Ferienstuga/Ferienhaus

Der Campingplatz ist nicht voller geworden. Dafür ist das Wetter nun wechselhaft und wir haben ein paar Regenschauer. Zum Abend hin kühlt es merklich ab und wir kuscheln uns zusammen. Der Ausblick auf den See ist nun aber klarer und man sieht einige Inseln mehr, herrlich weit.

Ein anderer Blick auf den See