Na, was glaubt Ihr, wie war die Nacht? Genau, wild. Windböen und Gerappel im Zelt, aber im Schlafsack warm genug.
Die Sonne scheint, die Brötchen sind frisch geholt und wir sitzen bei einer leichten Brise am Frühstückstisch. Manchmal ziehen wir den Pullover an und manchmal auch wieder aus. Der Tag beginnt mit Kaffee. Wir beratschlagen und entscheiden uns für eine Wanderung durch den Wald und an der Steilküste entlang um die sagenumwobene Burgruine Hammerhus zu finden.

Der Weg schlängelt sich durch Wald mit Schatten, über Granitfelsen und durch Heidelandschaften. Durch den Schatten und die „leichte Brise“ oben auf den Klippen ist die Wanderung sehr angenehm.


Das Klima und die starken Seewinde haben dafür gesorgt, dass die Vegetation auf Hammerknuden hauptsächlich aus Heideland, Zwergsträuchern und niedrigem, dichtem Gebüsch besteht.
Es war die richtige Entscheidung den Weg zur Ruine per Pedes zu absolvieren. Wir begegnen wenig Menschen und können so in alles Ruhe die Natur genießen. Sobald die Burgruine in Sicht kommt, werden die Touristen auch mehr. Wir müssen einmal die Gemäuer unrunden um an die Treppe zum Gelände zu gelangen.


Oben angekommen begegnen uns die ersten Menschen mit FlipFlops. Aha, man kann auch mit dem Auto bis an Besucherzentrum ranfahren und so ohne viel Mühe den Instagram-Post erstellen und dann in alles Ruhe einen Kaffee im Besucherzentrum genießen. Also wenn man noch nie eine Burgruine gesehen hat oder wirklich nicht gut zu Fuß ist, dann ist das ein guter Weg. Für alle anderen empfehlen wir, sich einen Parkplatz mit Abstand zu suchen und dann auf dem Küstenweg zur Burgruine zu laufen. Es ist zwar eine große Ruine, aber nur eine Ruine von vielen. Die Lage ist allerdings spektakulär und die lohnt es sich zu Fuß zu erfahren. Der Kaffee schmeckt dann auch nochmal so gut. Am Rande bemerkt, der Besuch ist kostenlos.

Wir beobachten noch eine geraume Zeit die Menschen, ist wohl ein kleines Urlaubshobby von uns. Ist oft von wirklich lustig bis hin zu, wie verzweifelt man an der Menschheit. Zum frühen Nachmittag hin machen wir uns auf den Rückweg.

Der Weg geht wieder über Stock und Stein. Und endlich sehen wir sie, die Kühe, die auf der Klippe leben. Von weitem sehen die sehr genügsam aus, aber auch schwer. Deshalb sind wir mutig und wir machen einen kleinen Schlenker, um so etwas vom Weg abzukommen. Eine Konfrontation mit den Kühen vermeiden wir so. Wer weiß denn schon, ob die mit Menschen klar kommen. Die sind auf jeden Fall stärker als wir.

Zum Glück gibt es die Wegmarkierungen und wir finden so ganz einfach wieder zum Campingplatz. Hier können wir den Nachmittag genießen. Wir hängen entspannt rum bis es Abend wird, herrlich.

Heute Abend spielt eine Band am Platz. Hier wird alles geboten für die Gäste. Wir bleiben aber unter uns. Frisch geduscht genießen wir den restlichen Tag im Bus. Es regnet leicht, angenehm. Morgen soll die Sonne wieder scheinen.
