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Schweden 2026

Mit dem Rad anspruchsvoll über die Insel

Ah, entspannt. Heute kein Wecker, sondern die Sonne scheint ins Zelt und wir sind voller Tatendrang.

Die übliche Morgenroutine läuft ab. Aufstehen, Anhübschen, Brötchen holen, Frühstücken und dann los. Heute haben wir uns Fahrräder reserviert. Leider gibt es nicht genug E-Bikes, so dass wir die mit Gangschaltung bekommen. Kurze Einweisung und dann los. Auf der ganzen Insel gibt es ein gut ausgeschildertes Radwegenetz, wovon nur 10% Schotter sind. Wir beginnen mit den 10%.

Grober Granitschotter am Wegesrand, früher wurde hier in alle Welt exportiert

Es geht durch einen Wald und an einem Bauernhof vorbei, bis wir nach gut 30 Minuten den Küstenstreifen erreichen.

Feld/Radweg an einem Getreidefeld
Keramikverkauf am Wegesrand

Langsam aber sicher lässt der Wind nach und die Sonne „ballert“ vom Himmel. Wir kommen echt ins Schwitzen und die Beine werden echt gefordert. Zwischendurch überholen uns E-Bikes, die sehen mitgebracht aus, es überholen auch sportliche Gravelbikefahrer und richtige Rennradfahrer. Die Insel hat einen gebürtigen Etappensieger bei der „Tour de France“. Das Streckenprofil entspricht dem ganz und gar. Wir treten noch einmal richtig rein und kommen zu unserem Etappenziel, das „Bornholms Kunstmuseum“. Der Fahrradparkplatz ist sehr gut gefüllt. Wir haben Glück und finden einen Stellplatz.

Blick ins Museum, Dänisch schlicht

Da wir ja mittlerweile Café-Haus Fans sind, setzen wir uns rein und genießen unsere Bestellung, Cappuccino, Iced Americano und einen Tee.

Blick von außen auf das Café
Blick aus dem Café auf die Außenanlage

Die Getränke bekommen wir diesmal mit wenig Liebe und fehlender Freundlichkeit überreicht. Wir wissen nicht genau voran es liegt. Ist es das Echo aus dem Wald oder ist das hier mit der Servicequalität Touristen gegenüber nicht so gewollt oder haben die beiden „Studenten“ schon eine Doppelschicht hinter sich und sind nur müde. Wir werden es beobachten.

Kunstobjekt im Außengelände

Nach der ausgedehnten Pause, die bei dem schweißtreibenden Tun echt wichtig ist, machen wir uns auf den Rückweg. Aber nicht, bevor wir nicht ein paar Menschen analysiert haben. Wie zum Beispiel das ältere Paar was uns auf Englisch fragt, ob sie bei uns im Schatten sitzen dürfen. Also der Fahrer hat es so verstanden. Das Paar bedankt sich und sitzt dann bei uns. Unsere Sprachexpertin analysiert messerscharf, dass die gestellte Frage grammatikalisch und inhaltlich überhaupt keinen Sinn ergibt, aber das Ziel auf wundersame Weise erreicht wurde. Liegt vielleicht daran, dass das auch deutsche Muttersprachler waren, lustig.

Also nun die Fahrräder in die andere Richtung gestellt und los geht’s nach Tejn. Dort gibt es eine Supermarkt, eine kleine Boutique und einen Hafen. My Dear ersteht eine gepunktete Bluse, im Supermarkt gibt es eine gekühlte Cola, wegen der Elektrolyte und im Hafen liegt die Triton, ein Schiff aus der globalen Flotte von Sea Shepherd, vor Anker. Den Fahrer freut es. Wir stören nicht, die scheinen sich nämlich auf einen neuen Einsatz vorzubereiten oder intensive Wartungsarbeiten durchzuführen. Wir werden es diesen Urlaub nicht mehr erfahren.

Neben Blusen, gibt es auch „Hipster-Tee“ im Angebot
Die Triton im Hafen von Tejn
Die „BRØDRE BAGERI“ mit blauer Fassade

Wie es der Zufall will kommen wir noch an der „BRØDRE BAGERI“ vorbei. Dort genießt das Reiseteam Kuchen und ein riesiges vegetarisches Baguette, lecker.

Die handgemachten Kuchen warten auf den Verzehr

So haben wir genug Energie für den restlichen Weg. Der verläuft fast ganz an der Straße, bis wir dann am Friedhof links abbiegen und wieder auf dem Schotterweg landen. Das Ziel ist nicht mehr weit.

Das Meer neben dem Radweg Nummer 10

Die Fahrradtour war wirklich anspruchsvoll und hat uns gefordert. Liegt vielleicht am sehr warmen Wetter oder daran, dass zu Hause alles zu Fuß erledigt wird oder wir eine gemütliche Küstenstraße erwartet haben, wir aber eine Trainingsstrecke für Radrennfahrer gefunden haben.

Bei der Rückgabe erklärt uns Michael, dass er sich freut, dass wir die Leihgebühr bezahlen, die ist sonst immer vorher fällig, er hatte das aber vergessen. Er weiß auch zu berichten, dass der Weg zum Campingplatz immer bergauf ist, egal aus welcher Richtung man kommt. Das wissen nun auch unsere Muskeln und der Po.

Langsam beginnt der Abend mit duschen, essen und chillen. Die Sonne ist fast verschwunden und die Temperatur ist nun angenehm. Morgen geht die Reise weiter. Wir machen nach Schweden rüber.